In der Berliner Gesellschaft der Toten nehmen die Kabalen eine besondere Stellung ein, und das schon weit länger, als irgendjemand denken kann. Dieser Tradition nach ist eine ordentliche Kabale ein Zusammenschluss von mindestens fünf Kindern der Nacht, unter denen mindestens ein Eigner (Vampir mit Revierbesitz in Berlin) sein muss und die ihrer Natur nach „fest gefügt“ ist, also verlässlich, ihrem Worte gegenüber Kabalenfremden treu und somit „geschäftsfähig“. 

Junge Kabalen haben es in Berlin in der Regel schwer, als fest gefügt im Sinn des Gesetzes anerkannt zu werden (wodurch ein Repräsentanz der Kabale Sitz im Rat erhält). Mal wird behauptet, ein länger nicht mehr gesehenes Mitglied existiere gar nicht mehr, mal führt ein nebensächlicher Streit um einen Gefallen zum Eklat und dem öffentlichen Vorwurf, nicht ehrbar und daher nicht geschäftsfähig zu sein. Dem entgegen meinen die alteingesessenen Kabalen zuweilen, sich Freiheiten herausnehmen zu können, weil ihr Stand und Ansehen unangreifbar wäre. 

Zuweilen erwies sich dies schon als Irrtum.

Die bekannten Kabalen der Kinder der Nacht Berlins sind in diesen Nächten:

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GLORIA NOCTEM | Der Wahre Invictus

Der Aschenhof alter Tage herrschte lange Zeit unangefochten über Berlin und hatte es nie nötig, sich mit anderen Bünden oder Kabalen arrangieren zu müssen. Als Berlin wuchs und das Licht seiner Lampen fremde Vampire anlockte, war der Hof so gefangen in der unbezwingbaren Glorie seiner makellosen Herrschaft, dass er den Umgang mit diesem niederen Pack rundheraus ablehnte. Durch unbekannte Geschäfte überließ der Hof die allnächtliche Arbeit der Verwaltung Berlins dem Ersten Magistrat.

Heute sieht man Mitglieder der Gloria Noctem nur äußerst selten – sie bleiben tief in ihren Krongütern unter sich. Nur wenn die Domäne in Aufruhr ist, entsendet der Wahre Invictus einmal einen Noctifer als Sendboten, um nach dem Rechten zu sehen. Man erzählt sich, dass jene, die sich den Unmut der Gloria Noctem zugezogen haben. eine Schwarze Rose erhalten. Diese ist zugleich die letzte Warnung und eine Einladung in die Krongüter, um sich zu erklären. Nur wenige sollen von solcher Einladung zurückgekehrt sein. Die Zahl der aktiven (noch nicht in Starre liegenden) Mitglieder der Gloria Noctem ist unbekannt – es wagt aber niemand, der Kabale den Sitz im Rat abzuerkennen (umso mehr, da sie Gerüchten zufolge zuletzt in den Fünfzigern an einer Ratssitzung teilgenommen hat). Geflüsterte Stimmen behaupten, die Gloria Noctem sei eine Erfindung des Ersten Magistrats: Ein schwarzer Mann, der naive Kinder der Nacht zu Gehorsam anleiten und vor Revolte abschrecken soll. 

Bekannte Mitglieder (zumindest dem Namen nach):

  • MIDAS. In jedem Fall ein Ahn, womöglich der Älteste der Gloria Noctem. Zuweilen als „Blut der Medea“ bezeichnet. Wurde praktisch von niemandem außer der Direktorin und womöglich dem Eremiten gesehen. 
  • DER TALION. Der Judex, ein Richter, ein Vergelter, ein Vollstrecker, der frühere Titel des Sheriffs der Domäne? Der Begriff „Talion“ kommt aus dem Gesetzesbereich, scheint aber hier eine Person zu meinen. Dem Namen schwebt etwas Ungutes mit, daher wird er gelegentlich als Schreckgespenst der Gloria Noctem gebraucht, ein ungreifbares Unbekanntes, das auf dich herabkommt, wenn du dich gegen die Gloria Noctem verschwörst, und dich verschlingt. 
  • KORINTHIA, DIE ROTE GRÄFIN. Eine Ahnherrin des Invictus, die gelegentlich bei den besseren Amüsements der Domäne gesehen wurde – aber das muss jetzt auch schon wieder 20 Jahre her sein. Wohl vom Blute Nosferatu.
  • DER ERSCHAFFER DER DIREKTORIN. Man weiß, dass die Direktorin von einem Ahnherren des wahren Invictus erschaffen wurde. Darüber hinaus spricht die Direktorin nicht über ihn. Er könnte mit dem Talion oder sogar Midas identisch sein, aber gemeinhin wird das bezweifelt.
  • DER NEPHILIM. Ein Sendbote des wahren Invictus und Ancilla. Verkehrt offenbar gelegentlich mit der Direktorin, darüber hinaus ist nichts über ihn bekannt.

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DER ERSTE MAGISTRAT | Die Kerzianer

Die Ursprünge der Kerzianer liegen in den politischen Salons des 19. Jahrhunderts. Aus einem Kreis junger Invicti ging der „Salon Cercienne“ hervor, der zum Austauschpunkt  politischer Ideen wurde, die zu jener Zeit auch unter den Neonaten Europas umgingen. Inspiriert von ersten Experimenten einer vampirischen „Volksherrschaft“ in den Niederlanden, Polen und Deutschböhmen traten die Kerzianer Berlins vor den alten Invictus und bot diesem an – so die Legende – den Aschenhof von der lästigen Arbeit der Verwaltung zu befreien. Der Rest ist, wie man so sagt, Geschichte: Gegründet auf eine „moderne Auffassung“ von Herrschaft durch Partizipation führte der Erste Magistrat das zuvor verschnarchte Residenzstädtchen Berlin zur modernen Metropole (man mag lachen, dass die Vampire gleich welcher Kabale wohl wenig Anteil daran hatten – schicklich wäre es nicht).

Der Erste Magistrat ist der allgemeinen Auffassung nach die zahlenstärkste und mächtigste Kabale der Domäne, auch wenn man eigentlich immer dieselben 5-7 Gesichter sieht. Der Erste Magistrat betrachtet die Wahrung des Friedens in der Domäne als vordringliche, ja, einzige Aufgabe. Zu diesem Zweck suchen die Kerzianer nach Balance und Vermittlung zwischen den Fraktionen, sie haben aber absolut keine Skrupel, den Frieden notfalls auch mit gewaltsamen Mitteln durchzusetzen. Dies führt immer wieder zu mehr oder weniger offenen Brüchen zwischen den „leider unvermeidbar notwendigen“ Taten der Kerzianer und ihren hehren egalitären Ansprüchen, die sie mit kunstfertiger Selbstverleugnung solange zurecht deuten, bis sie als missverstandener Wohltäter aller Vampire dastehen. 

Bekannte Mitglieder: – Grau gesetzte Chars befinden sich noch in Konzeption/Abstimmung

  • CHARLOTTE, DIE DIREKTORIN. Ancilla der Daeva. Vorsitzende des Ersten Magistrats. In Rat und Gericht der Domäne eine Erste unter Gleichen. Gespielt von Dea.
  • MELCHIOR. Ancilla der Daeva. Vollstrecker der Domäne Berlin. Brutbruder der Direktorin Charlotte. Gespielt von Moritz.
  • NICOLA. Ancilla der Daeva. Eine Salondame und scharfzüngige Harpyie. Gespielt von Tina.
  • (NAME wird nachgereicht). Ancilla der Daeva. Gespielt von Silke.
  • KRYSSA. Ancilla der Nosferatu. Gespielt von Jochen.
  • RAPAK. Ancilla der Gangrel. Gespielt von Christian N.
  • NERO. Neonate der Daeva, Kind der Direktorin Charlotte. Ein Sozialist und Unruhestifter. Gespielt von AAS.
  • (NAME). (STAND) der Ventrue. Gespielt von Fabian. 

 

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(NAME) | Der Schlangenkreis

Berlin war den längsten Teil seiner Geschichte eine verstreute Sammlung kleiner Ansiedelungen in der Ödnis der märkischen Streusandbüchse, kaum groß genug, um überhaupt eine nennenswerte Vampirpopulation zu nähren. Schon zu jenen frühesten Zeiten aber soll es einen Zirkel der Mutter gegeben haben, der über eine enge Verbindung zum Urfürsten jener Nächte verfügte. Bis heute haben sich viele Riten und Gebräuche jener Nächte erhalten, sogar eine alljährliche Zeremonie, in der ein Ahnherr aus der Starre gerufen wird und Salbung erfährt. Nur ist es dieser Nächte eben nicht mehr der alte, sondern ein neuer Zirkel der Mutter, der sich erst in den Nachkriegsjahren in Berlin ansiedelte. 

(Information wird ergänzt, sobald Infos der Spieler des Schlangenkreises vorliegen. Namen und auch Zeichen des Kreises sind aktuell nur Platzhalter und werden entweder durch die Spieler des Kreises bestätigt oder eben selbst festgelegt)

Bekannte Mitglieder: – Grau gesetzte Chars befinden sich noch in Konzeption/Abstimmung

  • ZORYA RATRI. Neonatin der Mekhet. Gespielt von Ina. 
  • PERSEPHONE. Neonatin der Gangrel. Gespielt von Laura S.
  • ALEKTO. Neonatin der Nosferatu. Gespielt von Laura K.

 

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THE EMBASSY | Die Schlüssel zur Domäne

Die Embassy ist eine junge Kabale, deren Gründung mindestens durch den Ersten Magistrat begünstigt, wenn nicht sogar veranlasst wurde. Schon seit der Teilung Berlins zog es gelegentlich Vampire aus dem französischen und vor allem dem englischen Sprachraum nach Westberlin, unterdessen Vampire mit polnischen und russischen Wurzeln im Ostteil der Stadt auftauchten. Diese untoten Expatriats fanden sich in einer formlosen Gruppe zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Unterstützung zusammen – eine Salongesellschaft, die auch bei der wachsenden Zahl der Neuzugänge aus anderen deutschen Domänen großen Anklang fand. Um den Jahrtausendwechsel entstand aus dem Gravitationszentrum dieser Zusammenkünfte heraus die Embassy als „Eingangs- und Durchgangskabale“ für das neue Blut der Stadt.

Die Embassy ist Mitgliedern aller Bünde zugänglich, die sich in Berlin niederlassen wollen. Die Mitglieder der Embassy helfen Zugereisten, sich in Berlin zurechtzufinden, vermitteln günstige Kontakte, stellen vor und geben Rat zu den Revieren und den ungeschriebenen der Berliner Vampirkultur. Die meisten Zugereisten werden nur temporäre Mitglieder der Embassy, um sich später anderen Kabalen anzuschließen. Wer sich aber ganz der Embassy verpflichtet, besitzt meist ein besonderes Faible für Diplomatie, Vermittlung und natürlich das Geschäft um Gefallen und Verbindlichkeiten. Weil jeder durch die Embassy Einreisende der Kabale auf die eine oder andere Art zu Dank verpflichtet ist, verfügt die Embassy unabhängig ihrer jeweiligen Mitgliederzahl immer über erheblichen und wachsenden Einfluss in Berlin und besonders beim Ersten Magistrat.

Bekannte Mitglieder: – Grau gesetzte Chars befinden sich noch in Konzeption/Abstimmung

  • DER LORD DIPLOMAT. Ancilla der Gangrel. Gespielt von Jared.
  • FJODOR. Neonate der Mekhet. Gespielt von Götz.
  • (NAME). (STAND) (CLAN). Gespielt von Rachel.

 

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VOX TENEBRIS | Der Heilige Sabbat

Die alte Longinuskirche der Domäne verbrannte in den Bombennächten des Zweiten Weltkrieges. Es war der Wanderprediger GIDEON, der durch Berlins Ruinen streifte und die versprengten Vampire zum Gebet zusammenrief. Anders als die frühere, katholisch geprägte Kirche mit ihren Hasspredigern und Inquisitioren war der Mekhet ein Mann sanfter Worte und großer Bescheidenheit, der das Gespräch zwischen den Gläubigen in den Mittelpunkt des Glaubens stellte. Mit schwarzen Roben, leisen Gesprächen, stummer Beobachtung und der Suche nach Wissen und Weisheit entstand die VOX TENEBRIS als eine durch und durch mekhetisch geprägte Kirchenkabale, die wenig Interesse an den politischen Geschäften der Domäne zeigte. 

Im Laufe der letzten Jahre ist das Flüstern der VOX TENEBRIS langsam verstummt. Zwar scheint es noch immer die traditionellen Freitagsversammlungen der Gemeinde zu geben, aber es mehren sich die Stimmen derjenigen, welche die Kabale nicht länger als ordentliche Kabale betrachten wollen. Auch kursieren Gerüchte, wonach das Treiben der Kabale weit weniger friedlich ist, als manche denken: Von Schlachtfesten und dekadenten Exzessen ist die Rede, von Blutfesten und religiösen Jagden, sogar von Diablerie im Namen Gottes. 

Bekannte Mitglieder: 

  • JUDAS CORVINIUS. Ancilla der Ventrue. (Noch) Ratsherr der Vox Tenebris. Gespielt von AAS.

 

Dass nur jene Kabalen hier genannt sind bedeutet nicht, dass es keine weiteren gäbe. Tatsächlich gab es in der Domäne schon viele Banden, Gruppen, Häuser, Kulte und Klüngel, die nach Anerkennung und Macht griffen und diese zuweilen sogar erhielten.

Unter den Autarkis (Bundlosen) der Domäne sind folgende Namen erwähnenswert: – Grau gesetzte Chars befinden sich noch in Konzeption/Abstimmung

  • GRAM, DER EREMIT. Zirkelnaher Ahnherr der Gangrel. Gespielt von Moritz.
  • HELENE. Neonatin der Gangrel. Gespielt von Dea.
  • DUNCAN USESON. Neonat der Gangrel. Gespielt von Iff.
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